Ein Hauch von Zelt


Summary: extreme ultralight tent purchased; visas ordered; further preparations ongoing; first contact for safari in northern Tansania.

Mittlerweile bin ich weiter vorangekommen. Letzten Samstag habe ich Campingtechnisch ordentlich zugeschlagen. Wo kauft man so was besser als in den Niederlanden. In Eindhoven wurde ich bei www.kampeermarkt.com fündig. Ich wollte ein Ultraleichtzelt ergattern und das Angebot an Zelten war beeindruckend und meine ursprüngliche Auswahl musste ich mehrmals wieder verändern. Am Ende wurde es das ehemals leichteste Zelt der Welt, das http://ultralightshop.com/nederlands/terra-nova-laser-photon-elite.html. Beeindruckende 760g leicht bekommt man eine Dackelgarage die aber hochsolide gearbeitet ist. Ich habe so eben Platz, aber das reicht auch. Das Ding wiegt genauso viel wie meine leichte Thermarest-Matte! Weitere nützliche Anschaffungen waren u.A. ein aufblasbares Kopfkissen und ein Seideninlet für den Schlafsack. Campingtechnisch bin ich jetzt fast komplett. Ich brachte auch meine Fotokamera zum Fotogeschäft, denn das Geschwinde für das Stativ ist ausgerissen. Ebenfalls wurden die Visa für Tanzania und Sambia beantragt. Der Transfer der GPS-Karten auf mein GPS scheint nach langem Gemurkse auch funktioniert zu haben. Eine erste Kontaktaufnahme bzgl. organisiertem Trip („Safari“) in den Ngorogoro-Krater in Tansania hat hat auch schon stattgefunden. Als Motorradfahrer kommt man dort nicht rein, da zu gefährlich. Ein Millimeter Stahlblech macht manchmal den Unterschied.

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Es geht voran….


Die Vorbereitungen laufen langsam heiß…ich habe den ersten Schock überwunden als mir klar wurde, mit welchen Strassenzuständen ich zu tun haben werde. Ich zerbrach mir viel den Kopf mit welchen Reifen ich fahren sollte. Stollenreifen (mit Schlauch) oder die bewährten schlauchlosen Strassenreifen? Mittlerweile tendiere ich wieder zu letzterem. Sollte ich tatsächlich einen Platten bekommen, wird es etwas komplizierter, aber so schlimm wird es schon nicht werden. Ich bekam ebenfalls einen Schock als mir das Preisniveau der ‚lodges‘, also der relativ luxuriösen Unterkünfte im Busch bewusst wurde. Für das Geld kann man in Europa in den feinsten fünf-Sterne Hotels übernachten. Die Lösung heisst so oft wie möglich Camping. Das schafft eine neue Herausforderung: in den letzten Jahren habe ich aus Gewichtsgründen immer auf Campen verzichtet. Das bedeutet dass ich neue Wege bei der Gewichtsreduktion gehen muss. Klein und leicht heisst die Devise. Ich muss mir also was neues in Sachen Zelt, Brenner und Kochgeschirr einfallen lassen. Mein vorhandenes Material ist viel zu gross und zu schwer. Die schlechten Strassen und Pisten erfordern so wenig Gewicht wie möglich.

Mittlerweile habe ich bereits mein Flugticket erhalten und einen Satz GPS Karten gekauft die nach einigen Mühen nach und nach auf das GPS übertragen werden. Gestern war Großeinkaufstag in Köln. Bei Louis gab es wichtige Dinge wie Verbandskasten, Lenkerprotektoren, Reifenreparatursatz oder Öl. Jahrelang habe ich mich einem Scottoiler Kettenschmiersystem verweigert, aber nachdem ich keine Sprühdosen im Flugzeug mitnehmen kann und Louis das Set zum Sonderpreis anbot, konnte ich nicht nein sagen. Bei Saturn wurde elektronisches Kleinzeug (Speicherkarte, Kartenadapter, Kamarastativ) eingekauft und potentielle Kandidaten für ein Netbook ausprobiert. Zum Schluss ging’s zu Globetrotter wo ich zur Impfberatung ging um mich gleich gegen Typhus, Meningitis und Gelbfieber impfen liess und Vorschläge zur Malariaprophylaxe erhielt. Im Laden kaufte ich dann munter ein, vor allem Kleinzeug, das man sonst schwer bekommt. Schwerpunkt war auch hier klein und leicht. Z.b. der Esbitkocher der mit Kochgeschirr gerade mal 600g wiegt. Das reicht um Wasser heiß zu machen, dass für die ebenfalls gekaufte Expeditionsnahrung gebraucht wird. Mein Favoritenzelt konnte ich begutachten, es wird aber später gekauft. Auch hier: Klein und leicht. Heute wurden die Lenkerprotektoren an die XBR montiert, was etwas Zeit in Anspruch nahm, da erst alle Amaturen ab- und dann wieder angebaut werden mussten. Auch musste ich einen (verstellbaren) Bremshebel von einer anderen XBR ausleihen um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das sieht schon mal gut aus. Es gibt aber noch viel zu schrauben,  z.B. die Montage des Scottoilers. Aber: es geht voran!